Star Wars: Before the Awakening

Spoiler-Warnung

Dieser Beitrag enthält Spoiler! Zwar nicht in Bezug auf das rezensierte Buch, jedoch für den Film Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht. Solltest Du den Film noch nicht gesehen haben, dann lass auf der Stelle alles stehen und liegen und schau ihn Dir sofort an! (Mal im Ernst, wieso hast Du den Film noch nicht gesehen? Was ist nur los mit Dir?)

Sollten Dich Spoiler weniger stören (was ich genau so wenig nachvollziehen kann, aber Du wirst es schon wissen) oder Du hast den Film bereits gesehen, dann lass Dich nicht weiter aufhalten. Viel Spaß!


Für meine erste Rezension nehme ich mir ein Buch vor, das vom Anspruch her nicht unbedingt in der obersten Liga mitspielt—allerdings will ich mich ja auch nicht direkt überfordern.
Nach der Übernahme Lucasfilms durch Disney Ende Oktober 2012, gab es im April 2014 einen gravierenden Schnitt im Erweiterten Universum: Alle bisher erschienenen Bücher, Comics, Spiele und diverse andere mediale Inhalte wurden, bis auf wenige Ausnahmen, unter dem Begriff Star Wars Legends zusammengefasst und zählen seitdem nicht mehr zum offiziellen Kanon1. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei erst mal dahingestellt und wird an anderer Stelle genauer betrachtet.
Before the Awakening ist nun Teil des abgesegneten offiziellen Kanons und fügt sich fast nahtlos als Vorgeschichte zu Das Erwachen der Macht in das Geschehen ein.

Inhalt

In Star Wars: Before the Awakening2 erzählt der Autor Greg Rucka die Geschichten von Finn, Rey und Poe mehr oder weniger unmittelbar vor der Ereignissen von Episode VII. Es handelt sich um recht überschaubare Kurzgeschichten, die dem Leser dennoch einen guten Einblick in das alltägliche Leben, aber auch die Gemüter und Charaktereigenschaften unserer drei Protagonisten bieten.

Wie kommt es trotz Konditionierung bspw. dazu, dass Finn von der Ersten Ordnung desertiert? Warum kann Rey den Millennium Falken fliegen ohne scheinbar jemals einen Fuß in ein intaktes Raumschiff gesetzt zu haben? Und wieso ist Poe Dameron ein so verdammt guter Pilot?

Diese und weitere Fragen, die einem nach dem achten Kinobesuch im Kopf umhergeistern, werden vielleicht nicht umfassend beantwortet, allerdings bietet dieses Buch einen guten Grundsatz, um sich den Rest zusammenreimen zu können. Und darum geht es ja auch in gewisser Weise, sowohl bei Star Wars als auch beim Lesen: Die eigene Fantasie ins Rollen bringen.

Aufgrund seines wirklich einfachen Schreibstils—es handelt sich schließlich um ein Jugendbuch—und der drei sehr kurzweiligen Geschichten ist dies das perfekte Buch für Zwischendurch. Schnelle Leser arbeiten sich hier locker an einem ruhigen Vormittag durch.

Fazit

Ich bin absolut kein schneller Leser. Oft fehlt mir die Zeit, bzw. ich nehme sie mir häufig erst gar nicht. Doch durch die 224 Seiten ging ich durch wie ein Messer durch warme Butter.
Für jeden die-hard Star Wars-Fan ist dieser kleine Exkurs in die Zeit vor Episode VII ein Muss. Man lernt die Charaktere noch mal besser kennen und kann sie dann auch gleich noch fester in seinem Herzen verankern.


  1. Als Kanon bezeichnet man die Zusammenhänge über alle Geschichten eines Franchises, egal in welchem Medium sie erschienen sind. 
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